Sie befand sich in Prigorec, war die erste in der Nähe der Quelle und vollständig aus Holz gebaut. Die Mühle stellte ihren Betrieb im Jahr 1980 ein. Heute sind noch architektonische Spuren und Teile der Fundamente vorhanden. Trotz der hohen Wassergeschwindigkeit, die hier am Zufluss fließt, sind an der Seite noch hölzerne Reste der Rinne zu erkennen, durch die das Wasser auf das Mühlrad geleitet wurde.
Von den beweglichen materiellen Beweisen für die Existenz dieser Mühle sind nur zwei Metallgefäße (Messbecher) übriggeblieben – mit einem Fassungsvermögen von einem halben und einem Liter –, auf denen ein Stempel angebracht ist, der die Korrektheit der Menge bestätigt. Alle Müller nahmen für ihre Arbeit, d.h. für die erbrachte Dienstleistung, eine Naturalvergütung, die „Malhmitze“ (Abgabe) genannt wurde, und verwendeten dafür Metallgefäße (Messbecher).
Früher waren alle beweglichen Mechanismen aus ausgewähltem Holz gefertigt. Die hölzernen Zahnräder wurden meist aus sehr hartem Holz gefertigt, insbesondere aus Kornelkirsche – „Dirndel/Dorn“.
Die Kornelkirsche ist eine langlebige Pflanze, die über 200 Jahre alt werden kann, und ihr Holz ist äußerst hart, weshalb es für die Herstellung verschiedener Griffe und Möbelteile verwendet wurde.
In der Volksüberlieferung hat die Kornelkirsche eine vielfältige symbolische Bedeutung und wurde als „Baum der Gesundheit“ mit übernatürlichen Eigenschaften versehen. Sie ist bis heute eine Metapher für Gesundheit. Man glaubte, dass sie vor Blitzschlägen, bösen Blicken und Hexen schütze, und das Waschen mit Wasser, in dem ein Zweig der Kornelkirsche eingeweicht wurde, soll der Gesundheit und einem schöneren Teint förderlich sein.